Top – der TTB in Wilhelmshaven.

Mitte August stand der vierte von fünf Wettkämpfen der Landesliga auf dem Terminplan. Regen und Wind machten es den Jungs und Mädels nicht leicht. Aber eine heiße Dusche und leckere Pommes helfen im Ziel über fast jede Strapaze hinweg. Ein Wermutstropfen bleibt: Es war der letzte Wettkampf von André in unserem Team. Danke für deinen Einsatz und deinen Bericht!

Obwohl ich mich ursprünglich aufgrund persönlicher Umstände dazu entschieden hatte, in dieser Saison an keinem Teamwettkampf teilzunehmen, fragten mich die Jungs eine Woche vor dem Start, ob ich nicht doch einspringen könnte, da kurzfristig ein Kollege ausgefallen war. Nach kurzem Überlegen und angesichts der Tatsache, dass es sehr wahrscheinlich meine letzte Gelegenheit wäre für und mit dem TTB-Team zu starten, sagte ich zu. Zu gut waren die Erinnerungen an die beiden Starts mit der Truppe in der vergangenen Saison. Schließlich hatte ich alles, was ich in meiner bisher erst zweiten Saison über Triathlon weiß, in Braunschweig gelernt. Und nachdem ich Anfang Juni einen tollen Wettkampf beim 27. Bonn Triathlon bestritten hatte und den Sommer über weiterhin ausgiebig trainiert hatte, um in Form zu bleiben, fühlte ich mich fit für Wilhelmshaven – auch wenn mir die längeren Distanzen besser zu liegen scheinen als die schnellen Sprintwettkämpfe.

Da wir uns entschlossen hatten nicht vor Ort zu übernachten und der Wettkampf erst für die Mittagszeit angesetzt war, fuhren wir am Morgen gemeinsam mit zwei Bussen und zwei Teams los in Richtung Nordseeküste. Leider entsprach das Wetter genau den Vorhersagen und so regnete es schon auf der Fahrt ausgiebig. Insgeheim hatte ich ja die Hoffnung, dass es später aufhören würde, doch der Wettergott meinte es an diesem Samstag nicht gut mit uns. Zwar regnete es nicht, als wir am Wettkampfort eintrafen, doch die Wiesen waren von den tagelangen Regenfällen übersättigt. Hinzu kamen noch Temperaturen, die man eigentlich nicht Mitte August, sondern eher im Herbst erwarten würde. Wenig motiviert schoben wir also unsere Räder zur Wechselzone und checkten ein. Viel Zeit für die Vorbereitungen blieb nicht und schon ging der Wettkampf los.

Geschwommen wurde bei den niedrigen Wassertemperaturen mit Neos (außer Franzi, die tapfer ohne schwamm). Trotz des teils rutschigen Weges zur Wechselzone gab es keine Unfälle in unserem Team und so wechselten alle zügig auf die Radstrecke. Unterwegs spritzte das Wasser von unten, da machte es auch nichts mehr aus, dass es wieder zu regnen begann. Unangenehmer war da schon der Gegenwind. Nur gut, dass es diesmal eine Kurzdistanz ist, dachte ich mir. Bald ist es geschafft und dann wird heiß geduscht. Doch vorher mussten noch fünf Kilometer teils entlang der Wasserlinie gelaufen werden – bei Gegenwind und peitschendem Regen kein wirkliches Vergnügen. Doch auf der Strecke konnten wir uns alle wenigstens gegenseitig anfeuern, um die letzten Reserven zu mobilisieren. Dann war es endlich geschafft. Völlig durchnässt sammelten wir unsere Sachen und gingen schön heiß duschen. Der Regen hatte zwar mittlerweile aufgehört, doch leider waren aufgrund des schlechten Wetters nur wenige Zuschauer zum Start-Ziel-Bereich gekommen. Glück für uns, denn so konnten wir – ohne lange in der Schlange zu stehen – schnell leckere Pommes holen, um die Kohlehydratspeicher wieder aufzufüllen, während wir auf die Ergebnisse warteten. Als besonderes Highlight lernten wir am Imbissstand eine niederländische Spezialität kennen – Joppiesauce. Eine süßlich-gelbe Soßenkreation mit Gewürzen und Zwiebeln, einfach wunderbar!

Als dann endlich die Ergebnislisten ausgehangen wurden, stand fest, dass sich die Strapazen gelohnt hatten: Unser Herrenteam hatte den vierten Platz belegt und die Damen landeten auf dem fünften Rang. Hoch zufrieden holten wir unsere nassen Sachen aus dem überfluteten Wechselgarten (übrigens eine lustige Wortkreation von Eric) und machten uns auf den Rückweg.

Trotz Regen und Wind habe ich den Wettkampftag mit den Jungs und Mädels sehr genossen und kann nur hoffen, dass ich in meinem neuen Verein – egal wohin es mich auch verschlagen wird – ein ähnlich tolles Team vorfinden werde. Meine Erwartungen sind hoch…

Junx und Mädels, ihr werdet mir fehlen!

Euer André

Ergebnisse Landesliga Damen:

Name Einzelrang Zeit
Katharina Ander 6 01:12:49
Jana Neumeister 19 01:19:10
Franziska Johannes 32 01:23:04

Mannschaftswertung: Rang 6

Platzierung in der Landesliga nach 4 von 5 Wettkämpfen: Rang 3 von 11 Teams

Ergebnisse Landesliga Herren:

Name Einzelrang Zeit
Mario Haase 15 01:06:23
Jan Wetzel 28 01:07:55
Alexander Affelt 33 01:08:49
André Koch 43 01:09:51
Erik Bloß 77 01:13:04

Mannschaftswertung: Rang 4

Platzierung in der Landesliga nach 4 von 5 Wettkämpfen: Rang 8 von 23 Teams

Wetter mies – Teamgeist spitze!