Wenn morgens in aller Dunkelheit um 5.45 Uhr Wolfgang Petrys „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?“ aus den Lautsprechern dröhnt, ist einem Triathleten im Saison-Herbst klar, dass man nicht zwangsläufig dem Ende einer ausgearteten Feier beiwohnt. Vielmehr bedeutet es, dass die Party eigentlich erst losgeht. Und dass man erst noch durch die Hölle muss, um in selbiger letztlich anzukommen. Als einer von nur rund 40 Triathlons in Deutschland hatte die „Hölle von Q“ die Genehmigung zur Austragung bekommen – und gleich vier TTB-ler nutzten die Chance, um wenigstens ein bisschen Wettkampfluft zu schnuppern. Während sich Jana Neumeister, Lars Wolter und Tim Lammers über die gesamte Distanz aus 2 km Schwimmen, 83 km Radfahren und 21,1 km Laufen wagten, war Anika Wegner als Läuferin in der Staffel unterwegs. Nicht, dass es die Distanz vom Umfang her schon an sich hätte, hinzu kamen in der grandiosen Harzlandschaft auch noch so einige Höhenmeter – 1430 auf der Radstrecke von Ditfurt nach Thale und schließlich noch einmal 200 auf der Laufstrecke von Thale nach Quedlinburg. Doch abgesehen von den Qualen, die Distanz und Höhenmetern geschuldet waren, war von Hölle nicht viel zu spüren. Ein toll organisierter Wettkampf mit viel Liebe zum Detail, engagierten Helfern und einer spektakulären Strecke zeigte, dass es sich gelohnt hatte, die Trainingsmotivation aufrecht zu erhalten. Nach Platz 2 im Vorjahr schrammt Jana in diesem Jahr in dem stark besetzten Feld nur knapp am Podium vorbei und landete nach 5:22:13 Stunden auf Rang 4 – sorgte allerdings für die schnellste Radzeit im gesamten Frauenfeld. Einen starken 10. Platz sicherte sich Lars, der nach 4:31:27 Stunden ins Ziel kam. Anikas Staffel erreicht nach 5:18:14 Stunden einen zufriedenstellenden 19. Rang. Nicht ganz so rund lief es bei Tim, der nach einem Radsturz nicht mehr 100 Prozent geben konnte und auf Platz 23. nach 4:53:58 Stunden ins Ziel kam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Wettkampfluft zur Hölle fahren