Biggi mit ihren kurzfristig gefundenen Mixed-Teams.

Was gibt es an einem Sonntag Besseres zu tun, als Sport zu treiben? Genau: ANDEREN dabei zusehen 🙂 Oder eben: Beides! Das war möglich beim Riemer TeamTriathlon bei Magdeburg am 10. September. Mit dabei: Biggi, die kurzfristig Heimat bei den „Sixpacks“ fand, sowie Lars, Niklas und Henning, die als TTB-Team an den Start gingen. Viel Spaß mit dem Bericht von Biggi.

Dank des besonderen Team Modus ist man zugleich Athlet als auch Zuschauer, denn alle 3 Starter gehen nacheinander auf die Schwimmstrecke und erst, wenn der Letzte wieder da ist, beginnt dann für alle nacheinander der Radteil und dann kommt wiederum nacheinander das abschließende Laufen. So dauert dieser Wettkampf schon mal einige Stunden und rechtfertigt auch die etwas weitere Anreise, da man bestimmt einen halben Tag am idyllischen Barleber See verbringt, der auch von einem Campingplatz gesäumt ist.

Für mich ist das schon seit einigen Jahren DIE Veranstaltung, um die Triathlon-Wettkampfsaison ausklingen zu lassen und wie jedes Jahr hatte ich auch dieses Jahr eigentlich wieder ein Team aus Ost (meine Heimat) & West (jetzt mein Zuhause) zusammen getrommelt. Allerdings wurden 2 meiner Mitstarterinnen kurzerhand krank und das TTB-Team, bestehend aus Lars, Henning und Niklas, war bereits vollständig besetzt. Also wendete ich mich an den Veranstalter, mit dessen Hilfe ich binnen weniger Minuten an ein ebenfalls „halbes“ Team vermittelt wurde.

Schnell waren Kontaktdaten und auch Fotos zum Erkennen ausgetauscht und am Wettkampftag lernte ich dann meine Mitstreiter live kennen, die mit insgesamt 4 Teams angereist waren. Sie gehören allesamt dem sympathischen und jungen Verein “Diesdorfer Sixpack“ an, der sich erst 2015 gegründet hatte und mit Kind und Kegel angereist war. Schnell wurde ich freundlich aufgenommen, wir klärten fix die Startreihenfolge und als „Aushilfe“ wurde ich von den Jungs in die Mitte unseres Teams „Soschnellwiesgeht“ aufgenommen. Dann noch schnell die Namen und – genauso  wichtig – Badekappenfarben von Tino und Rüdiger einprägen, sodass wir uns bei der Übergabe des Staffel-Transponders auch finden würden.

Wann immer ich nicht selber am sporteln war, pendelte ich zwischen meinem eigenen Mixed-Team und dem roten TTB-Trio hin und her und verfolgte voller Euphorie, wie sich das TTB-Team immer weiter nach vorn schob und seinen Vorsprung von zuerst einer Minute souverän weiter ausbaute. Das freute mich irgendwie doppelt, denn die immer gleichen Gewinner der letzten 3 Jahre konnten auch echt mal wechseln 🙂

Stark war, dass die 3 Bengels am Ende eine gute Stunde Vorsprung im Vergleich zu meinem Team herausgearbeitet hatten und in rasanten 03:10:04 am Ende fast 7 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten aus Magdeburg hatten. Mein Team wurde 72tes von  insges. 126 Teams, was also gut im Mittelfeld lag und uns in der AK-Mixed Wertung Platz 8 von insges. 20 Mixed Teams einbrachte.

Obwohl die Schwimmstrecke (laut mehrerer Garmin Uhren) wohl etwas länger als nur 750m war, machte mir das Schwimmen dieses Mal richtig Spaß und dank des Neo fühlten sich die 19 Grad auch nicht so schrecklich kalt an. Spürbar mehr setzte wohl allen der heftige Gegenwind auf der leicht welligen und auch kurvigen Radstrecke zu, was auch ich an meiner Radzeit merkte, die ca. 2 Minuten langsamer war als im Jahr zuvor. Spritziger lief es dann wieder beim finalen Lauf, der – aufgrund der „Zwangspause“ zwischen Rad fahren und Laufen und nach Vorbelastung – auch immer eine Herausforderung ist.

Besonders familienfreundlich fand ich, dass die Veranstalter gegen Ende des Rennens noch einen kostenfreien (!) Kinder Swim&Run veranstalteten, um auch den Nachwuchs mit kurzen Distanzen für unseren geliebten Sport zu begeistern.  Auch die Moderation machte Spaß mit ihren witzigen Kommentaren („Für alle Wessis: wir treffen uns Viertel vor 10, hier sagt man dreiviertel 10“) und launigen Sprüchen („Nicht aus dem Wechselgarten abgeholte Räder verkaufen wir“). Dass die Sonne seit 2001 diesem tollen Event hold ist, sorgte zusätzlich für gute Stimmung.

Jana, die zum Anfeuern mitgereist war, und ich sind uns deshalb auch einig: Hier sollten wir nächstes Jahr mit mehreren TTB-Teams (und auch den Kindern) hinfahren und auch gleich den Saisonabschluss mit abschließendem Grill am See stattfinden lassen.

 

Euphorie und Sportsmanship beim TeamTriathlon in Magdeburg