Wenn der Sommer mal eine kurze Pause einlegt, muss man sich halt schneller bewegen. Ein Bericht von Marcel über die Mitteldistanz in Damp. Viel Spaß beim Lesen!

9 Uhr am Morgen, feinster Sandstrand, 15,9 Grad “warmes” Ostseewasser, eine leichte Küstenbrise von 20km/h, stimmige Musik ertönt aus den Boxen, zahlreiche Zuschauer wippen im Takt und 600 Athleten, in Neopren gekleidet, haben 1,9km schwimmen, 90km radeln und 21km laufen auf ihrem Tagesplan stehen. Das sind die Zutaten für den Ostseeman Damp 113.

Ich wusste, die Trainingsform war gut. Jetzt galt es diese auch im Wettkampf umzusetzen. Die Entscheidung für jenen Wettkampf habe ich vor allem mit Blick auf das Schwimmen in der Ostsee getroffen. Außerdem sind 4 Rad- und 4 Laufrunden für jeden Athleten-Begleiter deutlich kurzweiliger und die Sportler selbst können die großartige Anfeuerung genießen.  

Nach 32min. und der Kälte geschuldeter, permanenter 2er Atmung entstieg ich den Fluten der Ostsee und hatte damit die 66. Schwimmzeit. Kommentar von Kerstin: “Voll gut: Dieses Mal bist du gar nicht so weit hinten wie sonst aus dem Wasser gekommen!“ 😀

Auf dem Rad habe ich mein Tempo schnell gefunden und so sollte die durch viele Hügel gespickte, unrhythmische, aber wunderschöne Radstrecke nach 02:16h/min. (38,4km/h.) auch schon geschafft sein.

Nach der Umstellung meines Laufstils auf gut 10 Schritte mehr pro Minute, sollte der Halbmarathon nun die ersten positiven Ergebnisse offenbaren. Ein Schnitt von 4:15 auf den Kilometer wäre ein Tempo gewesen, was mich schon sehr positiv gestimmt hätte. Im Ziel war ich jedoch nicht positiv gestimmt, sondern total happy! Eine Laufzeit von 1:25h/min. (Ø4:08) bescherte mir eine Zielzeit von 04:17:21 und Platz 23 von 600 Startern. Lob von Kerstin: “Ich bin sehr stolz auf dich!”

Kann ein Sonntag im Juni schöner sein? 🙂

 

Ein gewöhnlicher Juni-Sonntag im Leben eines Triathleten