Nachruf für Swantje

Am 14. Mai mussten wir von unserer Freundin und Vereinskollegin Swantje Abschied nehmen. Nach einer Krebs-Erkrankung verstarb sie viel zu früh im Kreise ihrer Familie.

Wer an Swantje denkt, der muss zwangsläufig an das herzliche Lachen und die vielen lustigen Plaudereien hinter irgendwelchen Ziellinien denken. Wer an Swantje denkt, der wird aber auch nie vergessen, wie sie mit voller Konzentration und absolutem Ehrgeiz die Triathlon-Wettkämpfe in der Region bestimmt hat. Swantje kam 2012 mit ihrem Bruder Hagen zum Triathlon Team Braunschweig. Zuerst fiel eher ihr Bruder auf, der wortgewandt die Pause zwischen den Trainingsblöcken zu füllen weiß und immer für einen Lacher gut ist. Aber schon bald war klar: Wer sich mit Swantje ein Lauf- oder Rad-Duell leisten wollte, der musste sich das schon sehr gut überlegen. Swantje hatte einen unglaublichen Kampfgeist. Spätestens, wenn der rote Blitz an einem vorbeizog, wusste man, dass man wenig Chancen hatte. Innerhalb kürzester Zeit schaffte Swantje es vom Triathlon-Neuling zu einer der Leistungsträgerinnen unserer Damenmannschaft. Als wäre es gestern gewesen erinnere ich mich noch an ihr Gesicht, wie sie sich durch einen harten EB beißt oder auf der Laufstrecke an mir vorbeizieht: Swantje konnte einfach beißen. Ohne Swantje hätten wir den Aufstieg in die Regionalliga 2013 und viele tolle Ergebnisse in der Regio nicht geschafft. Und auch Abseits der Mannschaft war Swantje super erfolgreich: Spätestens der Altersklassensieg beim Ironman 70.3 auf Rügen 2016 brachte ihr das (mit einem Augenzwinkern versehene) Wettkampfmotto: „Wenn es Geschenke gibt, ist Swantje dabei!“ ein.

Doch nicht nur sportlich ist Swantje für uns unverzichtbar. Egal, ob als gut gelaunte Helferin am Kuchenbuffet oder Wasserstand, egal ob Feierlichkeit, geselliges Treffen oder Saisonabschiedsfeier: Swantje war dabei! Ihre fröhliche und lockere Art und ihre Freude am Ausgehen haben viele von uns mitgerissen. Natürlich nimmt man ins Trainingslager auch Ausgehklamotten mit – Schließlich könnte sich ja die Gelegenheit zum Tanzen ergeben!

Im Verein lernte Swantje 2015 Jan kennen. Wir wurden hellhörig als die beiden zufällig noch länger auf dem Weihnachtsmarkt blieben, während wir anderen als brave Triathleten pünktlich ins Bett wollten. Viele von uns durften 2017 die Hochzeit von Swantje und Jan mit den beiden feiern. Wir haben uns mit ihnen gefreut als Jonte geboren wurde. Viele, viele schöne Momente sind auf zahlreichen Fotos und in unseren Erinnerungen festgehalten. So viel Lachen, Spaß und Herzlichkeit.

Im Wettkampf war Swantje immer sportlich fair – Leider ist es das Leben nicht immer. Trotz gesunder Ernährung und sportlicher Lebensweise erkrankte sie an Krebs. Obwohl sie härter kämpfte als alle es für möglich hielten, konnte sie den Kampf am Ende nicht gewinnen. Ihr viel zu früher Tod hinterlässt uns fassungslos und traurig. Auf unseren Wettkampffahrten, Trainingslagern und Feiern, wird immer jemand fehlen. Trotzdem nehmen wir sie in unserer Erinnerung und unseren Gedanken mit: über jede Ziellinie, bei jeder Radausfahrt, bei jeder geselligen Runde. Wir tragen dich im Herzen. Immer.

Elsi, Schieri und der TTB

Ironman auf Rügen 2016 v.l.n.r. Jan, Swantje, Hagen

Absage des 18. Braunschweiger Sparkassen-Triathlons – zum Zweiten

Liebe Sportlerinnen und Sportler,

wir sind traurig und irgendwie auch ein wenig fassungslos, aber wir haben leider auch in diesem Jahr keine andere Alternative, als unseren eigenen 18. Braunschweiger Sparkassen-Triathlon am Heidbergsee für das Jahr 2021 abzusagen, der eigentlich am 11. Juli hätte stattfinden sollen.

Auch in diesem Jahr haben wir über Alternativtermine oder eine spätere Absage nachgedacht, aber letztlich müssten wir jetzt Ausgaben tätigen, Genehmigungen beantragen und ein entsprechendes Konzept entwickeln, dass den umfangreichen Anforderungen an die Hygienevorschriften auch Genüge leistet.

Wir finden es auf der einen Seite sehr schön, ein kleiner und familiärer Triathlon zu sein, bei dem man nach dem Zieleinlauf bei Kaffee und Kuchen das Rennen gemeinsam Revue passieren lässt, bei dem man sich kennt und das gemeinsame Sporttreiben im Mittelpunkt steht. Auf der anderen Seite heißt das aber auch, dass wir unsere Veranstaltung nur mit ehrenamtlichen Helfern auf die Beine stellen. Und davon würden wir in diesem Jahr noch sehr viele mehr brauchen, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Gleiches gilt für den Platzbedarf, z.B. in der Wechselzone mit Blick auf den Abstand zwischen den einzelnen Rädern und nicht zuletzt auch hinsichtlich der finanziellen Ressourcen. Über allem steht natürlich die Gesundheit aller Beteiligten, ganz gleich ob es sich um Athletinnen und Athleten, das Helferteam, Zuschauer oder Sponsoren handelt.

Wir haben – sollte es das Infektionsgeschehen zulassen – noch die ein oder andere kleinere Idee im Hinterkopf, die wir dann eventuell auch kurzfristig umsetzen können um ein wenig sportliches Kräftemessen zu ermöglichen. Einen klassischen Dreikampf wird es aber erst im nächsten Jahr wieder geben.

Wir hoffen darauf, dass unsere Sponsoren und Helfer uns auch im kommenden Jahr unterstützen und wir euch dann endlich wieder an der Startlinie und auf der Strecke unterstützen können. 

Diejenigen von euch, die ihren Startplatz aus dem vergangenen Jahr übertragen haben, erhalten wieder separat eine Mail. Ihr könnt euren Startplatz mit ins Jahr 2022 nehmen oder uns mitteilen, dass ihr eine Rückerstattung erhalten möchtet.

Wir hoffen, dass ihr gesund seid und hoffen darauf, euch spätestens im nächsten Jahr zu sehen. Bis dahin lassen wir euch – damit der Triathlon nicht ganz aus euren Köpfen verschwindet – ein paar bildliche Eindrücke aus dem Jahr 2019 da.

 

 

Euer Orga-Team des TTB

TTB macht den Elm unsicher

11 Tapfere TTB’ler haben sich auf den Weg nach Königslutter gemacht um eines der wenigen Sportabenteuer in diesem Jahr “gemeinsam” zu erleben. Da der diesjährige Elm-Advents Halbmarathon bereits mit 150 Startern besetzt war, haben wir mit dem Veranstalter Torsten Dill vom: TSV Lelm vereinbart auf der Originalstrecke laufen zu dürfen und unsere vereinsinterne Meisterschaft zu veranstalten. In 2er Teams mit einigen Metern Abstand haben wir uns dann zeitversetzt auf die knapp 21km lange Strecke durch den schönen Elm begeben und diese auch bewältigt. Jeder Starter hat außerdem einen kleinen Betrag für diesen Lauf gespendet um den Veranstaltern mit einer kleinen Aufwandsentschädigung zu unterstützen. Wir hoffen im nächsten Jahr wieder alle gemeinsam an der Startlinie stehen zu können.
Bis dahin wünschen wir allen eine ruhige Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Bleibt gesund und sportlich.

Euer Triathlon Team Braunschweig

Hier auch ein paar visuelle Eindrücke von unserem etwas anderen Event.

 

Warmup

 

gespanntes Warten auf den Start von Niklas und Lars

 

Marcel in action

 

Jan mit Puls am Anschlag

 

Benni im Hintergund mit AK Sieg beim offiziellen virtuellen Rennen

 

Erik & Felix kurz vor dem Ziel

 

Der Abstand wird auch auf dem Parkplatz eingehalten

 

Resi und Tibor zufrieden und aufgewärmt im Ziel

 

Jan und Schieri erklären wieviele Runden sie tatsächlich gelaufen sind

Für Wettkampfluft zur Hölle fahren

Wenn morgens in aller Dunkelheit um 5.45 Uhr Wolfgang Petrys „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?“ aus den Lautsprechern dröhnt, ist einem Triathleten im Saison-Herbst klar, dass man nicht zwangsläufig dem Ende einer ausgearteten Feier beiwohnt. Vielmehr bedeutet es, dass die Party eigentlich erst losgeht. Und dass man erst noch durch die Hölle muss, um in selbiger letztlich anzukommen. Als einer von nur rund 40 Triathlons in Deutschland hatte die „Hölle von Q“ die Genehmigung zur Austragung bekommen – und gleich vier TTB-ler nutzten die Chance, um wenigstens ein bisschen Wettkampfluft zu schnuppern. Während sich Jana Neumeister, Lars Wolter und Tim Lammers über die gesamte Distanz aus 2 km Schwimmen, 83 km Radfahren und 21,1 km Laufen wagten, war Anika Wegner als Läuferin in der Staffel unterwegs. Nicht, dass es die Distanz vom Umfang her schon an sich hätte, hinzu kamen in der grandiosen Harzlandschaft auch noch so einige Höhenmeter – 1430 auf der Radstrecke von Ditfurt nach Thale und schließlich noch einmal 200 auf der Laufstrecke von Thale nach Quedlinburg. Doch abgesehen von den Qualen, die Distanz und Höhenmetern geschuldet waren, war von Hölle nicht viel zu spüren. Ein toll organisierter Wettkampf mit viel Liebe zum Detail, engagierten Helfern und einer spektakulären Strecke zeigte, dass es sich gelohnt hatte, die Trainingsmotivation aufrecht zu erhalten. Nach Platz 2 im Vorjahr schrammt Jana in diesem Jahr in dem stark besetzten Feld nur knapp am Podium vorbei und landete nach 5:22:13 Stunden auf Rang 4 – sorgte allerdings für die schnellste Radzeit im gesamten Frauenfeld. Einen starken 10. Platz sicherte sich Lars, der nach 4:31:27 Stunden ins Ziel kam. Anikas Staffel erreicht nach 5:18:14 Stunden einen zufriedenstellenden 19. Rang. Nicht ganz so rund lief es bei Tim, der nach einem Radsturz nicht mehr 100 Prozent geben konnte und auf Platz 23. nach 4:53:58 Stunden ins Ziel kam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Absage des 18. Braunschweiger Sparkassen-Triathlons

Liebe Athletinnen und Athleten,

wir haben lange die Entwicklung der Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf unseren Sport verfolgt, aber letztlich bleibt uns leider keine andere Wahl als den diesjährigen 18. Braunschweiger Sparkassen-Triathlon am Heidbergsee abzusagen.

Nicht nur mit Blick auf das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020, sondern auch und in erster Linie hinsichtlich der Gesundheit aller Beteiligten, ob Athleten, Helfer, Zuschauer oder Sponsoren, ist die Absage alternativlos.

Eine Verlegung des Termins in den September kommt für uns nicht in Frage, unter anderem deshalb, weil wir nicht mit anderen sportlichen Veranstaltungen, die regulär im Herbst stattfinden, in Konkurrenz um die Teilnehmerzahlen stehen wollen. Vielmehr richten wir den Blick nach vorn und freuen uns schon jetzt darauf, für euch im Sommer 2021 den 18. Sparkassen-Triathlon auszurichten. Wir danken unseren Sponsoren und Helfern, von denen viele bereits jetzt ihre Unterstützung für das kommende Jahr zugesagt haben. Darüber freuen wir uns riesig und es spornt uns an, im nächsten Jahr wieder ein tolles Event auf die Beine zu stellen, bei dem die Gedanken wieder um Neoverbot, schnelle Radzeiten oder heiß ersehnte Durstlöscher auf der Laufstrecke kreisen und hoffentlich nicht mehr um das Einhalten von Abstandsregeln und strenge Hygieneauflagen –  Punkte, die wir selbst bei einem familiären Triathlon unserer Größenordnung nicht hätten umsetzen können.

Bitte macht euch keine Sorgen um euer Startgeld. Jeder bereits gemeldete Athlet wird in den kommenden Tagen eine E-Mail zur Abwicklung der Startplätze erhalten. Ihr habt dabei die Wahl zwischen einer vollen Rückerstattung des Geldes oder einer Spende eures Startgeldes an den Verein, die uns dabei hilft, bereits entstandene Kosten zu decken. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, den Startplatz in das kommende Jahr zu übertragen.

Wir hoffen, dass ihr gesund seid und bleibt und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

Euer Orga-Team des TTB